Was ist Hemi-Sync?

Hemi-Sync (von “Hemisphären Synchronisation”) ist eine wissenschaftlich und klinisch erprobte Klang-Technologie welche komplexe, mehrschichtige Audiosignale verwendet um bestimmte Bewusstseinszustände sehr leicht zu erreichen. Mit Hemi-Sync werden die beiden Hirnhälften (Hemisphären) des Gehirns so synchronisiert, dass diese in einem kohärenten (ausgeglichenen) Zustand effizient zusammenarbeiten können.  Im Alltag findet diese hemisphärische Synchronisation auf natürliche Weise statt, aber jeweils nur für kurze und zufällige Zeiträume.  Die Hemi-Sync-Technologie ermöglicht es jedem, einfach, schnell und sicher in bestimmte Bewusstseinszustände zu gelangen und diese Zustände auch über einen längeren Zeitraum beizubehalten.

Bewusstseinszustände von Tiefschlaf bis zu hochaktiven, fokussierten Zuständen, wie Meditation, Tiefenentspannung, gesteigerte Kreativität, Manifestation, Deblockieren und Problemlösung sind erreichbar. Es hat keine unterschwelligen Botschaften in den Tönen. Man behält jederzeit die volle Kontrolle.  Hemi-Sync ist ein ideales Werkzeug für alle, die sich der persönlichen und spirituellen Entwicklung verschrieben haben.

Wie wurde Hemi-Sync entwickelt?

Robert Monroe, ein Pionier auf dem Gebiet des menschlichen Bewusstseins, forschte in den 1950er Jahren auf dem Gebiet von Schlaflernen. Er experimentierte mit allen möglichen Klangfrequenzen und deren Einfluss auf das Lernvermögen. Dabei fand er Kombinationen von Frequenzen, denen er bestimmte Bewusstseinszustände zuordnen konnte. Seine Technik patentierte er unter dem Namen „Hemi-Sync“ („hemisphärische Synchronisation“). In den frühen 1970er Jahren integrierte Bob binaurale Beats in seine Technik und entwickelte damit Hemi-Sync zu einem mächtigen Werkzeug für die Erkundung des menschlichen Bewusstseins. Die Audioübungen im Seminar „Bewusstsein Erkunden“ umfassen komplexe Mischungen aus Klangfrequenzen, binauraler Beat-Technologie, Soundeffekten und  verbaler Anleitung.

Was sind binaurale Beats?

Das natürliche auftretende Phänomen binauraler Beats wurde erstmals 1839 von H. W. Dove, einem preußischen Wissenschaftler, entdeckt. Das Gefühl, binaurale Beats zu „hören“, entsteht, wenn zwei Töne mit nur leicht unterschiedlichen Frequenzen zum selben Zeitpunkt je einem der beiden Ohren zugeführt werden, und das Gehirn eine Phasendifferenz zwischen den beiden Tönen erkennt.  Im Alltag würde dieser Unterschied die Informationen liefern, um die Quelle des Klangs zu lokalisieren. Durch Drehen des Kopfes wird die Phasendifferenz ausgeglichen.

Wenn die beiden Töne über Kopfhörer separat an je ein Ohr gelangen, führt eine Kopfbewegung nicht zu einem Ausgleich der Phasen. Das Gehirn versucht zu verstehen was es wahrnimmt. Es erkennt die Differenz der beiden akustisch hörbaren Frequenzen als auch deren Phasendifferenz. Die akustisch nicht hörbare aber vom Hirn erkennbare Differenz wird als binauraler Takt bezeichnet. Es handelt sich also nicht um ein von aussen zugeführter Ton, sondern eine vom Gehirn erzeugte Wahrnehmung. Die Grafik zeigt wie zwei in der Frequenz leicht unterschiedliche Töne (100 Hz und 104 Hz) über Kopfhörer an jeweils ein Ohr gelangen und das Hirn in der Folge die Differenz von 4 Hz wahrnimmt.

Von grosser Bedeutung beim Einsatz von Hemi-Sync ist die Frequenz-Folge-Reaktion – ein natürlich auftretender Lernmechanismus. Wenn das Gehirn binaurale Taktfrequenzen wahrnimmt erzeugt es Hirnströme derselben Frequenz. Man kann das Hirn also mittels akustischen Tönen dazu bringen Hirnströme von ganz bestimmten Frequenzen zu erzeugen. Diese Hirnströme können mit einem EEG (Elektroenzephalografie) gemessen und grafisch dargestellt werden. Bestimmte Frequenzbereiche werden Kategorien von Bewusstseinszuständen zugeordnet.

Von ebenso grosser Bedeutung ist es, dass Hemi-Sync beide Hirnhälften aktiviert und das Hirn in einen kohärenten, ausgeglichenen Zustand bringt. Ein kohärenter Zustand des Hirns erlaubt extrem tiefe und präzise Bewusstseinszustände wie sie sonst nur nach jahrelangem Training möglich sind.

Hirnwellenfrequenzen und Bewusstseinszustände

Hemi-Sync ermöglicht also gleichzeitig eine kohärente, ausgeglichene Hirnfunktion sowie das rasche erreichen definierter Bewusstseinszustände. Derzeit gibt es keine objektive Möglichkeit Bewusstseinszustände zu messen. Bestimmte Gehirnwellenmuster wurden aber von der Forschung mit definierten Bewusstseinszuständen in Verbindung gebracht.

Die Eleganz des binauralen Schlagsystems besteht in der Möglichkeit, sich von Frequenzen unterhalb der Schwelle des menschlichen Gehörs (< 20 Hz), beeinflussen zu lassen. Im oben grafisch dargestellten Beispiel eines binauralen 4-Hertz Schlages werden Gehirnwellen von dieser niedrigen Frequenz (unterhalb der Hörschwelle) bewirkt. Die erzeugte Frequenz von 4Hz befindet sich an der Grenze zwischen den Hirnstromkategorien Theta und Delta. Das Gehirn produziert ständig eine komplexe Mischung aus Gehirnwellen-frequenzen. In unserem Beispiel werden die künstlich herbeigeführten 4Hz den anderen Gehirnwellen zusätzlich überlagert.

Bob Monroe fand in jahrzehntelanger Forschung die richtigen Frequenzmischungen für ganz bestimmte Bewusstseinszustände. Hierin liegt das Geheimnis und der Erfolg vom Monroe Institut. Hemi-Sync Übungen können gleichzeitig Delta (für tiefe Entspannung), Theta (ein erweiterter Zustand für die Erforschung), Alpha (eine Brücke zwischen dem Inhalt von Theta und dem Bewusstsein von Beta) und Beta (Wachsamkeit) Frequenzen beinhalten.

Hemi-Sync ausprobieren

Diese 30 Minuten dauernde Demonstration gibt einen Einblick in die Methode von Hemi-Sync©. Damit sich die Wirkung optimal entfalten kann sollte die Übung über einen qualitativ guten Kopfhörer angehört werden und der Zuhörer seinen Körper in eine völlig entspannte Position bringen. Die Übung kann auch herunter geladen  und als MP3-Datei bequem auf portablen Abspielgeräten angehört werden. Einschlafen während der Übung ist nicht nur erlaubt sondern in diesm Fall auch beabsichtigt.

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